Es gibt eine Vielzahl von Hilfsmitteln, die Ihnen die Textarbeit erleichtern: Mit ALPEN strukturieren Sie Ihren Schreiballtag, mit der Eisenhower-Matrix priorisieren Sie die anstehenden Aufgaben und das Pareto-Prinzip hilft bei der Fokussierung.

Für jeden Arbeitsschritt und jedes mögliche Hindernis scheint eine Methode zu existieren. Doch leider reicht das bloße Vorhandensein eines Werkzeugs nicht aus – es muss auch passen und richtig geführt werden:

Ein Narr mit einem Werkzeug ist und bleibt ein Narr.

Achten Sie deshalb darauf, dass die anvisierte Methode beim vorliegenden Problem anwendbar ist und Sie sie richtig ausführen. Darüber hinaus sollten Sie sich mit dieser Methode wohlfühlen.

1.      Passt die Methode zum Problem?

Stellen Sie sich vor, Sie planen Ihre Masterarbeit und überlegen sich, zu welchem Thema Sie schreiben wollen. Sie haben drei Vorschläge im Kopf, können sich aber nicht entscheiden. Dieses Problem wollen Sie nun mit einer Kreativtechnik wie Brainwriting lösen, weil das bei der Themenfindung immer empfohlen wird. Das klappt jedoch nicht und am Ende stehen nicht nur drei, sondern fünf Themen zur Auswahl.

Was ist passiert? Sie haben die falsche Methode gewählt. Mit Brainstorming oder Brainwriting können Sie nach neuen Ideen suchen. Um sich zwischen vorhandenen Möglichkeiten entscheiden zu können, wäre die SWOT-Analyse viel besser geeignet.

2.      Wird die Methode korrekt angewendet?

Bei der Festlegung Ihrer Ziele können Sie SMART vorgehen. Dabei müssen Sie dann auch jeden der fünf Werte definieren. Das ist alles andere als trivial und erfordert etwas Übung. „Ich schreibe jede Woche ein Kapitel“, ist beispielsweise viel zu ungenau quantifiziert.

Um Ihren Fortschritt erkennen zu können, brauchen Sie messbare Kriterien, wie: „ich habe bis Montag zehn Seiten geschrieben“ oder „Freitag ist die Analyse abgeschlossen“.

3.      Kommen Sie mit der Methode zurecht?

Laut Statistik arbeiten die meisten Menschen am produktivsten, wenn sie die anstehenden Aufgaben in kleine „Pomodoros“ aufteilen. Das gilt jedoch nicht für jeden.

Wenn Sie merken, dass Ihnen der schnelle Wechsel zwischen Arbeitszeit und Denkpause nicht guttut, hören Sie auf Ihr Gefühl und strukturieren Sie Ihren Arbeitstag nach Ihrer aktuellen Leistungsfähigkeit. Das ist immer besser, als einer nicht zu Ihnen passenden Methode zu folgen.