In der Endphase eines Schreibprojekts wird es (fast) immer hektisch. Bis zur Abgabe bleibt nicht mehr viel Zeit. Doch die Liste der anstehenden Aufgaben ist noch lang.

Eigentlich müssten Sie jetzt rund um die Uhr arbeiten, um pünktlich fertig zu werden. Aber dann kommt die Nachmittagsmüdigkeit und das Tagesziel rückt in weite Ferne.

Ohne Pausen geht es nicht

Wir Menschen haben eine innere Uhr, die unseren Schlaf-Wach-Rhythmus steuert und damit auch unser Leistungsvermögen beeinflusst. Im „zirkadianen Rhythmus“, also im Verlauf von etwa 24 Stunden, durchlaufen wir verschiedene Phasen, in denen sich unser Körper an die sich ändernden Umweltbedingungen anpasst.

Respektieren Sie diese biologische Rhythmik und versuchen Sie, Ihre Schreibaufgaben mit Ihrer inneren Uhr zu synchronisieren.

Alles hat seine Zeit

Im Laufe eines Tages gibt es zwei Hochphasen. In diesen erbringen wir einen Großteil der täglichen Arbeitsleistung:

Das erste Leistungshoch haben die meisten Menschen am Vormittag. In der Zeit zwischen 09:00 Uhr und 12:00 Uhr läuft das Denkvermögen auf Hochtouren. Wir sind kreativ und können uns gut konzentrieren. Von 10.00 Uhr bis 11:00 Uhr arbeitet das Kurzzeitgedächtnis am effektivsten und von 11:00 Uhr bis 12:00 Uhr können wir besonders gut Rechnen.

Das zweite Leistungshoch liegt zwischen 16:00 Uhr und 19:00 Uhr, wobei von 17:00 Uhr bis 19:00 Uhr das Langzeitgedächtnis am besten funktioniert.

Optimieren Sie Ihnen Schreiballtag

Diese statistischen Werte sind eine gute Ausgangsbasis. Sie lassen sich mit Ihren individuellen Erfahrungswerten abgleichen und dadurch präzisieren.

Beobachten Sie Ihr Arbeitsverhalten mindestens eine Woche lang. Finden Sie dabei heraus,

  • zu welchen Zeiten Sie produktiv sind,
  • wie lange jedes Leistungshoch anhält und
  • zu welchen Zeiten Ihr Körper nach Erholung verlangt.

Planen Sie Ihr Schreibprojekt gemäß Ihrer persönlichen Leistungskurve:

1. Aufgaben, die höchste Konzentration erfordern (Lesen, Analysieren, Schreiben), erledigen Sie idealerweise während Ihres Leistungshochs.

2. Weniger denkintensive Arbeiten (Recherchieren, Überarbeiten, Strukturieren) planen Sie am besten direkt vor oder nach einem Leistungshoch ein.

3. Nutzen Sie die verbleibende Zeit für „Fleißaufgaben“ (Formatieren, Redigieren, Verzeichnisse erstellen).