Die Gliederung einer wissenschaftlichen Arbeit hat – mindestens – zwei Funktionen:

Sie soll dem Leser signalisieren, was ihn erwartet. Er bekommt aber nicht nur einen Überblick der in Ihrer Arbeit behandelten Themen. Mit der Gliederung erklären Sie ihm auch Ihre Vorgehensweise: Welche Aspekte greifen Sie auf, welche werden nicht besprochen? Der fachkundige Leser erkennt aufgrund Ihrer (begründeten) Auswahl, wie Sie sich der Forschungsfrage angenähert haben.

Darüber hinaus ist die Gliederung das Fundament Ihrer Arbeit. Wenn Sie etwas Zeit in die Ausarbeitung Ihrer Gliederung investieren, werden Sie in der Schreibphase davon profitieren.

Die Gliederung ist der Plan Ihrer Arbeit

Bevor Sie mit dem Schreiben beginnen, sollten Sie folgende Fragen beantworten:

  1. Welches Phänomen wird in der Arbeit vorgestellt?
  2. Welche Frage soll dazu beantwortet werden?
  3. Welche Hintergrundinformationen braucht der Leser?

Während Sie mit der ersten Frage Ihr Thema vorstellen, geht es im zweiten Punkt um die Forschungsfrage. Die dritte Frage bezieht sich auf die Strukturierung Ihrer Arbeit, also die Gliederung. Diese dokumentiert Ihren Weg von der Forschungsfrage bis zur Beantwortung.

Eine gute Gliederung kostet Zeit

„Wie sieht denn nun die perfekte Gliederung aus?“ Diese Frage lässt sich nicht so einfach beantworten. Im Prinzip ist jede Arbeit anders und sollte aus diesem Grunde auch einen speziellen Aufbau haben. Es gibt jedoch ein paar generelle Aspekte, die Sie bei der Ausarbeitung Ihrer Gliederung berücksichtigen können:

Gehen Sie ins Detail

Eine gute Gliederung besteht nicht nur aus Überschriften. Sie listet neben dem geplanten Umfang (Seitenzahl) auch die Fragen, die Sie im jeweiligen Unterkapitel bearbeiten wollen.

Achten Sie auf den „roten Faden“

Auf dem Weg von der Forschungsfrage bis zur Beantwortung müssen Sie sich immer wieder fragen: Welche Informationen braucht der Leser, um meiner Argumentation folgen zu können? Und: Bringt diese Information mich der Beantwortung meiner Forschungsfrage näher?

Denken Sie in Dreierschritten

Das Grundprinzip jeder Gliederung ist die Dreiteilung: Einleitung – Hauptteil – Schluss. Und das gilt nicht nur im Großen, sondern auch für jedes Unterkapitel.